Ausstellungen
Wo können Römer aus Theresienthal außerhalb von Büchern, Katalogen und Internetseiten
betrachtet werden? Dies ist eine Frage, die viele Sammler interessiert. Leider sind Besuche in Glasausstellungen und Museen,
die man "auf gut Glück" vornimmt, oft mit Enttäuschungen verbunden. Daher findet der
interessierte Sammler hier eine Liste mit Museen und Sammlungen, die öffentlich zugänglich sind und, das ist das
Kriterium für die Aufnahme hier, Römer aus Theresienthal und verwandte Gläser zeigen.
Bitte beachten: Die Angabe von Öffnungszeiten und der Eintrittspreise erfolgt nach bestem Wissen, aber eine Garantie kann dafür nicht
übernommen werden. Daher tut man gut daran, sich vor einem Besuch telefonisch zu erkundigen, ob
der geplante Besuch auch in die Öffnungszeiten und nicht etwa in eine Umbauphase oder die
Winterpause fällt.
0. Zier- und Gebrauchsglas aus Theresienthal
Zier- und Gebrauchsglas aus Theresienthal”, so lautet der Titel der Ausstellung mit Objekten aus meiner Sammlung,
die von Ende Juli bis Oktober im
Industriemuseum Glashütte Gernheim
zu sehen sein wird. In der ersten Etage des
ehemaligen Herrenhauses der Glashütte Gernheim wird der interessierte Besucher einen Rundgang durch die 175 jährige
Geschichte der Glasfabrik Theresienthal nehmen können. Am Anfang stehen Objekte aus der Frühzeit der Glashütte, vom
Biedermeier, vertreten u.a. auch durch Biergläser, gelangt man über den Historismus mit seinen Römern und Biergläsern,
Wein- und Likörservicen, u.a. entworfen von Henriette von Poschinger, geb. Steigerwald, zum Jugendstil, der durch
vielfältige Stengelgläser und Römer vertreten sein wird, darunter auch Objekte von Hans Christiansen und eine Vitrine
mit dreizehn Farb- und Dekorvarianten des Römers 1496. Es folgen Zier- und Gebrauchsgläser aus der Zeit vor dem ersten
Weltkrieg und der Zwischenkriegszeit, u.a. Strohgläser des Hans von Poschinger und kobaltblaue Ziergläser, die lange
fälschlicherweise Bruno Mauder zugeschrieben wurden, sowie Gläser aus den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg und den 1950iger
Jahren. Einer kleine Sammlung von Vasen aus den 1970iger Jahren, die heute gerne skandinavischen Designern oder Murano
zugeschrieben werden, wird historistischen Römern gegenübergestellt, die Theresienthal in diesem und den folgenden
Jahrzehnten nach alten Entwürfen reproduzierte. Der zwölfte und vorletzte Raum zeigt Gläser nach Entwürfen von
Heike Philipp und Volker Hundertmark, die in den späten 1990iger Jahren entstanden und selten oder gar nicht auf den
Markt kamen. Zum Ende des Rundgangs erwarten Objekte aus Theresienthals Gegenwart, Trinkgläser und ein Vasenobjekt,
die Betrachter.
Die Zier- und Gebrauchsgläser werden ergänzt durch Hinweise zu den Entwerfern, originale und reproduzierte Dokumente
etc..
Weitere Informationen zur Eröffnung und einem während der Ausstellungzeit stattfindenden Vortrag
“Glas aus Theresienthal.
Ein Sammler berichtet” mit anschließender Führung gerne auf Nachfrage!
1. Die Glashütte Gernheim als Teil des Westfälischen Industriemuseums
Homepage:
Glashütte Gernheim
Zur Zeit wird in der sehenswerten Dauerausstellung bei Petershagen, nördlich von Minden, ein einziger
Theresienthaler Römer gezeigt (ein Exemplar der Form 793).
Das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Gernheim 12, in Petershagen-Ovenstädt (nördlich von Minden und ca.
85 km südlich von Bremen) hat dienstags bis sonntags
- sowie an Feiertagen - von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintrittspreise: Erwachsene 3,00 €, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren sowie Schüler 1,50 €, ermäßigt 2 €,
Familien-Tageskarte 7,50€
2. Das Glasmuseum im Schlösschen Theresienthal
Homepage:
Glasmuseum im Schlösschen Theresienthal
Der ehemalige inzwischen verstorbene Besitzer der Glashütte Theresienthal, Max Gangkofner, hat
hier Teile der ehemaligen Firmensammlung der Glashütte ausgestellt. Gläser aus allen
Bereichen und Epochen der Theresienthaler
Produktion bis hin zur Ära des Jugendstils lassen sich hier betrachten.
Öffnungszeiten: ganzjährig von Montag bis Freitag von 10:00 bis 14:00 Uhr
3. Brömserburg in Rüdesheim
Hier residiert das
Rheingauer Weinmuseum
Öffnungszeiten: von Mitte März bis Ende Oktober: täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet
(letzter Einlass 17:15 Uhr); in den Wintermonaten: Nur Führungen für Gruppen nach Vereinbarung
Eintrittspreise: Erwachsene: 5,00 €, Kinder, Jugendliche, Studenten und Schwerbehinderte: 3,00 €
Familienkarte: 10,00 €.
Ein informativer Rundgang durch die Geschichte des Weinbaus und durch die Geschichte des
Weinglases. Darin u.a. auch einige Gläser aus Theresienthal, die im Museum allerdings
nicht mit dem Herkunftshinweis versehen sind. Aber den Kenner stört so etwas ja kaum.
Ein Tip für den Sommer: Auf der Terrasse kann Rheingauer Wein probiert und eine mitgebrachte
Brotzeit dabei verzehrt werden.
4. Stadtturm in St. Goarshausen
Der "viereckige Turm" am südlichen Ende von St. Goarshausen war einst ein
wichtiger Teil der Stadtbefestigung.
Lage: 33 km von Koblenz, über die B42 rechtrheinisch rheinaufwärts, Burgstraße 35
Ein Blick auf den
Turm
Heute beherbergt der Mittelalterliche Stadt-Turm ein kleines Museum, ein Wein- und
Heimatmuseum (darin einige Weinrömer und einige wenige sogar aus Theresienthal)
und eine gemütliche Weinstube.
Öffnungszeiten: 01. April bis Ende Oktober täglich, außer montags, ab 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr;
Für Gruppen ab 20 Personen bei Vereinbarung auch zu anderen Terminen. Tel. 06771-2384 o. 1727.
Weinbauingenieur Otto Schamari ist der Besitzer dieses Kleinods und ein äußerst freundlicher und interessanter
Gesprächspartner.