Römer aus Theresienthal
© Stephan Buse 2007-2010

Stengelgläser aus Theresienthal, die bis 1903 entworfen wurden.


Der Begriff "Römer" wird ab etwa 1900 zum Synonym für das Rheinweinglas und infolgedessen werden auch die für den (weißen) Rheinwein bestimmten Stengelgläser unter den Begriff des Römers subsummiert.
Da die Tafel 15 der Preisliste von 1903, die letzte Abbildungs-Tafel dieser Preisliste, zur Zeit nicht greifbar ist, können die Stengelgläser nur näherungsweise der Zeit bis 1903 und ab 1903 (genauer gesagt bis zu dem Datum der Erscheinens der Preisliste von 1903 und der Zeit nach deren Erscheinen) zugeordnet werden. Das Glas mit der Formnummer 1600 findet sich noch in der Preisliste von 1903, das Glas mit der Formnummer 1639 wird erst in der Preisliste von 1907 angeboten.

Hier finden Sie Stengelgläser aus Theresienthal, die nach 1903 entworfen wurden.




Römer 1565 mit unbekanntem Dekor



Theresienthal um 1902



Seltener unbekannter Römer mit dem Dekor 1931
Dieses Dekor ist in differierender Farbgebung nachzuweisen auf einem, in dem von Glaser / Besold herausgegebenen Theresienthalbuch auf der Seite 139 veröffentlichten, Auschnitt eines Theresienthaler Malerbuches. Ungewöhnlich, und daher vermutlich selten erkannt, ist die dortige Darstellung des Dekors als Hineinsicht in die Kuppa. Von diesem Dekor existiert eine weitere Variante mit nochmals leicht differierender Farbgebung auf einem formähnlichen Likörglas im Theresienthaler Glasmuseum. Die farblosen Linien des Dekors sind nicht graviert sondern aus farblosen Transparentemail aufgeschmolzen. Zur Form vergleiche auch Warthorst, Die Glasfabrik Theresienthal, Seite 59; dort ein Glas mit formgleichen Stengel.



Römer 1496 mit Dekor 1637/4-------und mit Dekor 1637/1-------und mit Dekor 2067------



Die Römer der Form 1565 mit aufwendiger goldkonturierter Transparentemailmalerei (links mit Dekor 1723/3, rechts mit unbekanntem Dekor 1723/?) wurden in Theresienthal um 1902 entworfen und auf Tafel 14 der Preisliste von 1903 gelistet. Obwohl diese Gläser recht häufig im Handel und auf Auktionen angeboten werden und sicher nicht zu den Raritäten aus Theresienthal gehören, sind die für sie geforderten Preise hoch und betragen stets ein Vielfaches der für manch andere zeitgleich entstandene Gläser geforderten Preise. Dies lässt sich wohl nur dadurch erklären, dass die Römer 1565 mit dem Dekor 1723/1ff. bis heute den Geschmack eines Publikums treffen, das weit über den Kreis der Theresienthalsammler hinausgeht.





------Form 1462 II mit Schliff 2007------Form 1615 Dekor 1866-------Form 1615 Dekor "Glücksklee"



-------Römer 1531 "pistache auf crystall"-------unbekannte Form mit Weinlaubdekor ---- Römer 1460 mit Goldlaubdekor -------


Doppelkelch für Sekt/Schaumwein/Champagner in den Preislisten von 1907 unter "Einzelne Sektkelche" mit der Formnummer 803 abgebildet , ca. 22,7 cm hoch, Durchmesser des Kelches ca.7,8 cm, Durchmesser der Schale ca. 9,4cm; gemäß der Formnummer ist der Entwurf älteren Datums (etwa 1894), er ist aber z.Zt. nur in den Preislisten von 1907 nachweisbar.
In Buchenau wurden schon im Jahr 1888 solche Kelche, die sich nur im Detail von den Theresienthaler Doppelkelchen unterscheiden, angeboten.
Eigentlich kein "Stengelglas" aber wo sonst einzuordnen?



---------------------------------------------Römer 1463-----------------------------Glas aus dem Satz 1055,
---------------------------------------------------------------------------------------------- pistache auf crystall mit gedecktem Goldrand



Drei Gläser aus dem Gläsersatz 1496


-----------------Form 1531 Dekor Liane---------------------------------------Form 1496 Dekor 1891------



--------------------Form 1496 transparentes Laub--------------------Form 1444---------------Form 1565 mit Dekor Fringilla um 1970



Gläser Form 1565 um 1970 als Form "Serenade" reproduziert, hier mit den Dekoren Distel, Glücksklee und unbekannt


------------------Form 1460-----------------------------------Form 1497 pistache auf crystall------


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  • Besonderheiten bei der Herstellung von Römern
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  • Römer aus Theresienthal um 1840
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